Vacancy 2: The First Cut [USA 2008]
Von Gom • November 23rd, 2008 • Kategorie: Reviews, U.S.A.

- Regie: Eric Boss
- Cast: David Moscow, Agnes Bruckner, Gwendoline Yeo, Beau Billingslea, Christopher Allen Nelson
Die beiden Betreiber des Meadow View Autobahnmotels haben ein seltsames Hobby: sie filmen Pärchen mit in den Zimmern versteckten Kameras beim Sex. Eines Tages werden Sie so Zeugen wie ein Truckfahrer eine Prostituierte brutal ersticht. Da sie nicht wirklich zur Polizei gehen können schlagen sie den Mann nieder und fesseln ihn, doch er kann sie schnell davon überzeugen, dass Snuff Videos eine Goldgrube sind und gemeinsam beschließt das Trio die nächsten Gäste für das große Geld vor laufender Kamera zu foltern und zu ermorden…
So dünn wie die Inhaltsangabe ist leider auch der ganze Film. Der original Vacancy (für die dummen deutschen Zuschauer bei uns einfacher Motel genannt) hat zwar auch nicht gerade vor Einfallsreichtum und Innovation gesprüht, war aber durchaus ein unterhaltsames Stück Popcorn-Kino, dass sich dank seiner extrem spannenden Inszenierung und kurzer Laufzeit angenehm aus der Masse der endlosen Terrorfilmchen der letzten Jahre abgehoben hat.
Vacancy 2 soll nun als Prequel funktionieren, das klären soll wie aus Meadow View die Zentrale eines Suffrings geworden ist. Genau fünf (!) Minuten braucht der Serienmörder dabei um die Motelbesitzer zu überreden seine Gräueltaten auf Video zu bannen. Voyeure sind wohl zu allem fähig, da ist es vom Sex Video zum Mord nicht weit. Es ist immer wieder schön, wenn die psychologischen Hintergründe so ausführlich beleuchtet werden. Aber gut, viele andere gute Horrorfilme sind ja im Prinzip auch strohdumm. So lange die Inszenierung passt ist das alles halb so wild. Hier muss man dem Regisseur Eric Boss wirklich Talent zusprechen! Es ist beinahe unmöglich das Timing so zu versauen! Nicht nur dass zu keinem Zeitpunkt Spannung aufkommt, nicht einmal die billigen Geräuscheffekte bzw. Schnitte die eigentlich immer funktionieren sollten erzielen hier ihre Wirkung.
Um es nicht unnötig in die Länge zu ziehen: Vacancy 2: The First Cut ist das perfekte Beispiel wie man es nicht machen sollte. Keine Spannung, kaum Blut und dann noch das Ende…








