Rape After, The (淫种) [Hong Kong 1984]

Von Gom • November 13th, 2008 • Kategorie: HongKong, Reviews

  • Regie: Tom Lau Moon-Tong
  • Cast: Melvin Wong, Baan Yun Sang, Chun Wai Man, Ha Ping, Wong Yat Fei, Chan Yau-Hau

Der Photograf Mo hat eine besondere Vorliebe für schöne Frauen und antike Gegenstände und so kommt es, dass er nach einem Photoshooting in einem Tempel neben dem jungen Model Shan Yu auch eine Statue mit nach hause nimmt. Nach einem heftigen Trinkgelage entsteigt der Statue ein Dämon und vergeht sich an Shan Yu, die sich jedoch am nächsten Tag an nichts mehr erinnert. Mo, für den Shan Yu nur ein kleines Abenteuer war, lernt inzwischen eine hübsche junge Frau kennen und plant diese nach kurzer Zeit auch zu heiraten. Da kommt ihm natürlich die Schwangerschaft Shan Yus gar nicht gelegen. Bei einem heftigen Streit zwischen den beiden kommt Mos Auto von der Straße ab. Mo kann sich in letzter Sekunde aus dem Wrack retten, muss aber mit ansehen wie Shan Yu, unter schweren Racheflüchen, bei lebendigem Leib verbrennt. Als bei der Leiche bei der Autopsie der Bauch aufplatzt, ein Geist daraus entsteigt und dem Arzt den Kopf abreißt ist schnell klar, dass Shan Yus Fluch zu wirken begonnen hat…

Anders als der Titel vermuten lässt handelt es sich bei The Rape After um kein Category III- Sleazefest im Stil eines Raped By an Angel (香港奇案之强奸, 1993)oder Love to Kill (虐之恋, 1993), sondern um eine düstere Mischung aus Black Magic und Geisterfilm. Die Titelgebende Vergewaltigung sieht demnach dann auch eher nach biederem Kuschelsex aus, dafür gibt es aber ansonsten ein paar feine Seltsamkeiten die mehr oder weniger sinnlos in den Film eingeflochten wurden. Der Film beginnt in einem Waisenhaus in dem geistig minderbemittelte und äußerst hässliche Wasserkopfkinder lernen gute Gastgeber zu sein. Das hat zwar rein gar nichts mit dem Rest der Handlung zu tun, ist aber auf eine makabere Art durchaus unterhaltsam. Auch sonst gibt es eine Menge sinn-freier Szenen, wie einen Exorzismus, bei dem ein Besessener lebende Frösche erbricht, bevor ihm ein Mönch einen weiteren aus dem Kopf zieht, oder auch das völlig unerklärte Auftreten von Zombies am Ende, das stark an Fulci Filme wie The Beyond erinnert, dabei bleibt die Atmosphäre die gesamte Laufzeit über extrem morbid und dunkel. Splattereffekte gibt es zwar wenige, die sind dann aber für ein IIB Rating doch recht heftig und amüsant ausgefallen. Ohren abreißen, Finger abhacken und eine Hacke im Kopf sind nur einige der kleinen Goreeinlagen die dem Film die nötige Würze verleihen.
Vor allem Fans von HK Horrorfilmen wie Devil Fetus (魔胎, 1983) und Seeding of a Ghost (种鬼, 1983) werden mit The Rape After auf jeden Fall ihren Spass haben.

Mehr zum Thema: , , , ,

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.