Kung-Fu Cockfighter (n/a) [Hong Kong 1976]
Von Gom • November 5th, 2008 • Kategorie: HongKong, Reviews

- Regie: n/a
- Cast: n/a
China in der Kaiserzeit: Der lüsterne Graf Lee-Chow schickt ständig sein Gefolge aus um ihm blutjunge Jungfrauen zu verschaffen. Damit diese auch wirklich noch jungfräulich sind lässt er sie von einem Zauberer darauf prüfen. Die bereits “benutzten” werden kaltblütig ermordet. Trotz dieser Eskapaden und täglichen Showeinlagen bei denen unzählige nackte Frauen tanzen, der Zauberer sich wie Kreisel auf seinem Genital dreht und eine andere Dame Kugeln aus ihrer Vagina schießt plagt den armen Grafen die Langeweile. Jeden Tag das Gleiche! Als er jedoch eines Tages die Zeichnung einer unbekannten Schönheit sieht ist es um ihn geschehen. Dorf um Dorf muss von seinen Soldaten durchforstet werden um das Modell zu finden. Doch des Grafen Freude nimmt ein jähes Ende, als sich die h0bsche Dame wegen der Schmach ihrer geraubten Unschuld umbringt. Selbst nach dem Tod wird die Arme nicht in Frieden gelassen, denn ein Grabräuber kann ihrer Schönheit nicht widerstehen und vergeht sich an der Leiche, die dadurch als böser Geist wieder aufersteht um sich an ihren Peinigern zu rächen und als sich auch noch der Freund des Toten, ein kaiserlicher Beamte, mit einem alten Kung Fu Meister im Schlepptau aufmacht um Recht und Ordnung wiederherzustellen wird es eng für den Lustgrafen…
Dass sich ein Film mit einem Titel wie Kung-Fu Cockfighter ein Review verdient hat versteht sich von selbst, dass man dabei kein anspruchsvolles Arthouse-Kino erwarten darf wohl auch. Unser nach Vampire Sex Story zweiter Ausflug in die wilde und den Meisten wohl unbekannte Welt des chinesischen Kung-Fu Films für Erwachsene hat mal wieder einige Überraschungen parat. So lernen wir zum Beispiel einen Kung-Fu Zaubermeister kennen, dessen Machtquell sein immens trainierter Phallus ist. Solche Kräfte erreicht man, wie er dem neidischen Hofminister verrät, indem man sich unter anderem mit einem Astloch vergnügt. Aha!
Sex an sich gibt es für den Titel verhältnismäßig wenig, dafür ist er aber Hardcore. Im letzten Drittel folgen dann zur Auflockerung des sonst etwas zähen Geschehens noch ein paar standardmäßige Kung-Fu Scharmützel und ein grün-beleuchteter Geist darf auch noch durchs Bild huschen. Als Film ist das Ganze trotz bemühter Darsteller und gelungener Austattung eine ziemliche Schlaftablette. Auf Grund seiner Seltenheit und einiger sehr skurriler Einlagen lohnt sich aber eine Entdeckung trotzdem und wenn man nachher nur sagen kann man hat ihn gesehen, den Kung-Fu Fighter!
Das angegebene Produktionsjahr von 1976 kann übrigens wohl kaum stimmen, da bei einigen Szenen ganz dreist ein Musikstück aus A Nightmare on Elm Street (der erst 1984 in die Kino kam) verwendet wird. Hardcore Pornographie ist aber in Hong Kong generell illegal, also wird sich wohl daran auch niemand mehr gestoßen haben. Bleibt nur die Frage für welches Publikum solche Filme überhaupt gedreht wurde.








