Warrior and the Ninja, The (Bajing Ireng dan Jaka Sembung) [Indonesien 1983]
Von Gom • October 30th, 2008 • Kategorie: Indonesien, Reviews

- Regie: Tjut Djalil
- Cast: Barry Prima, El Manik, Zurmainy, Satu Lagi, Karya, Eva Arnaz, Rita Zahara
Um einem heftigen Vulkanausbruch zu entkommen, fliehen die Einwohner eines kleinen indonesischen Dorfes, in die benachbarte Siedlung. Zwar werden sie dort freundlich aufgenommen, doch sie müssen schnell am eigenen Leib erfahren, dass die ansässige Bevölkerung unter der Besatzung der Holländer leidet. Gemeinsam mit dem korrupten Häuptling und einem gehbehinderten Zauberer melken die Kolonialherren die ausgehungerten Dorfbewohner so richtig ab. Nur eine barfüssige Ninja-Dame macht einen auf Robin Hood und bestiehlt den rotbärtigen holländischen Kommandanten wo es nur geht. Als Sie in ernste Bedrängnis gerät, eilt ihr Volksheld Jaka Sembung, der wohl überall, wo die fiesen Holländer ihr Unwesen treiben, zugegen ist, zu Hilfe. Um der Lage wieder Herr zu werden beauftragen die Holländer den Eisenmann, der durch den Vulkanausbruch wieder erweckt wurde, Jaka zu töten. Jaka kann zwar den Eisernen in Stücke schlagen, muss sich aber, als die Holländer drohen, die gesamte Bevölkerung des Dorfes zu hängen, der Kolonialmacht ergeben. In einer finstern Höhle unter einem schwingenden Pendel auf einem Tisch gefesselt kann der Rebell nur noch auf die Hilfe der Ninja-Lady hoffen, die ihn dann auch durch eine waghalsige Rettungsaktion aus seinem Gefängnis befreit. Doch nun müssen sich die Helden im finalen Kampf noch den Holländern, dem schwarzen Magier und einer Hexe stellen…..
Jaka der Rebell, wie immer verkörpert von der indonesischen B-Movie Ikone Barry Prima, darf in The Warrior and the Ninja sein drittes Abenteuer bestreiten. Nach den recht blutrünstigen und unterhaltsamen Prequels waren meine Erwartungen an Regisseur H. Tjut Djalils (Mystics in Bali, Lady Terminator) Film doch recht hoch; zu hoch. Zwar ist auch Teil 3 eine durchaus amüsante Trashgranate, aber der Gorepegel wurde ziemlich zurückgeschraubt, und man muss erst mal schleppende 20 Minuten überstehen, bis es zum ersten Kampf kommt. Da sich die Jaka-Filme ja nie durch eine ausgefeilte Dramaturgie ausgezeichnet haben, ist das das recht mühsam. Der Vulkanausbruch am Anfang dürfte dem Regisseur so gut gefallen haben, dass er dieselbe Einstellung gleich fünf Mal im Film zeigt. Wirklich gelungen ist hingegen die Choreographie. Barry Prima hat seine Taekwondo-Kenntnisse erheblich aufgefrischt und auch die flotte Ninja-Dame macht einiges her. Leider ist die Geschichte längst nicht so skurril, wie beim Vorgänger The Warrior and the Blind Warrior, aber immerhin gibts in der zweiten Hälfte des Films erheblich mehr Action.
Jakafans, Trashjünger und Martial Arts Liebhaber sollten trotz aller Mankos einen Blick riskieren.








