Love to Kill (虐之恋) [Hong Kong 1993]
Von Gom • September 18th, 2008 • Kategorie: HongKong, Reviews

- Regie: Billy Chung
- Cast: Anthony Wong, Danny Lee, Elizabeth Lee, Julie Lee, Eric Kei
Sam ist ein erfolgreicher, aber leider übermäßig eifersüchtiger Geschäftsmann der außerdem noch einen Hang dazu hat seine wunderschöne Frau zu quälen. Erniedrigungen, Schläge und Vergewaltigung stehen im ehelichen Schlafzimmer an der Tagesordnung. Als er seine sie eines Abends beinahe beim Liebesspiel umbringt, kann sie in letzter Sekunde, nur in ihren Schlafkleidern, auf die Straße fliehen, wo sie jedoch von ihrem tobenden Ehemann wieder gefangen und windelweich geprügelt wird. Der Polizist Fireball wird zufällig Zeuge dieser Szene und verhaftet Sam, der aber schon kurze Zeit später wieder freigelassen werden muss, da seine Frau aus Angst nicht gegen ihn aussagen will. Um ihrem brutalen Mann doch zu entfliehen, sucht sie mit ihrem Sohn bei Fireball und dessen Freundin Unterschlupf, doch Sam ist schon auf der Suche nach Ihnen…
Im gleichen Jahr in dem der wohl bekannteste Category III Film The Untold Story in die Kinos kam, standen Anthony Wong und Danny Lee noch ein zweites Mal als Cop und Psycho Pärchen vor der Kamera. Auch die offensichtlich exhibitionistisch veranlagte, aber leider nicht besonders knackige Julie Lee (Trilogy of Lust) ist wieder mit dabei und wird wie schon in The Untold Story von Herrn Wong vergewaltigt. Während Danny Lee anstatt des Polizeichefs diesmal nur den Prolo-cop Fireball spielen darf, lässt Anthony Wong wie gewohnt als entrückter Psychopath die Sau heraus. Vor allem wenn er seiner Frau ein Plastiksackerl über den Kopf stülpt und sie dann mit einer Bierflasche Vergewaltigt, oder die arme Julie Lee zu einem Gemüse haut wird wohl so manchem Zuschauer die Spucke weg bleiben. Love to Kill ist generell ein äußerst asozialer Film, so wird neben den recht genüsslich ausgewalzten Rape Szenen (der Film sollte passender „Love to Rape“ heißen) unter anderem ein Kind in hohen Bogen durchs Wohnzimmer gekickt und einem vermeintlichen Nebenbuhler mit einer Gabel mitten auf der Straße in den Hintern gepiekst. Atmosphärisch erinnert das Ganze an Hong Kong Nasties wie Daughter of Darkness oder auch Brother of Darkness, wobei Love to Kill noch einen Tick schmieriger und gemeiner ausgefallen ist. Gequält wird eigentlich den ganzen Film über recht heftig und am Ende gibt es dann auch noch ein paar saftige Splatterszenen. Ob der Film nun ein extrem überzeichnetes Drama über das Thema „Gewalt in der Familie“, oder einfach nur ein weiterer (guter) Psychofilm aus dem kaum überschaubaren Lebenswerk von Anthony Wong ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Unbestritten ist der Film aber auf jeden Fall ein recht unbekannter, aber äußerst düsterer und heftiger Vertreter aus der ersten Category III Welle der 90er Jahre der durchaus dem Vergleich mit Genreklassikern wie Dr. Lamb und Red to Kill standhalten kann.

DVD Facts: Die taiwanesische DVD ist um einige Minuten länger als die alten HK Veröffentlichungen, aber trotzdem in der Vergewaltigungsszene von Julie Lee ein bisschen gekürzt. Die Neuauflage von City Connections aus Hong Kong zeigt diese Szene zwar länger, bietet aber keine Untertitel und ist außerdem noch in Vollbild, so dass einiges and Bildinformation verloren geht. In Abspann des Filmes gibt es noch einige Szenen, darunter auch Bondage und Folter, die wohl aus einem Workprint stammen. Im Moment ist die Taiwan DVD dank der Untertitel und nur einer geschnittenen Szene die beste Wahl.







