Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull [USA 2008]

Von Gom • May 19th, 2008 • Kategorie: Reviews, U.S.A.


  • dt. Titel: Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
  • Regie: Steven Spielberg
  • Cast: Harrison Ford, Cate Blanchett, Karen Allen, Shia LaBeouf, Ray Winstone

1957 am Höhepunkt des Kalten Krieges werden Indianer Jones und sein Freund Mac von russischen Soldaten in die Area 51 entführt um ein Artefakt zu finden, das Jones vor einigen Jahren in einer geheimen Militäraktion gefunden hatte. Obwohl sein Freund ihn verrät kann Jones in letzter Sekunde entkommen, nur um in den Fängen des FBI zu landen, das ihn dank seinem Kontakt mit den Russen der Spionage verdächtigt.
Als Jones auf Druck des FBIs einen Job als Universitätsprofessor verliert, beschließt er für einige Zeit die Stadt zu verlassen. Kurz vor seiner Abreise wird er von einem rebellischen Jugendlichen der sich als Sohn seiner Ex-Freundin herausstellt um Hilfe gebeten.
Gemeinsam machen sie sich nach Peru auf um seine Mutter aus den Klauen der Russen zu befreien und gleichzeitig auch das Geheimnis des sagenumwobenen Kristallschädels von Akator zu lüften.

Fast 20 Jahre ist es her, dass Harrison Ford zum letzten Mal die Peitsche schnalzen lies. An eine Fortsetzung hat wahrscheinlich fast niemand mehr geglaubt, nachdem es aber in den letzten Jahren zur Mode geworden ist die großen Helden der 80er Jahre nochmal auf Leinwand zu holen, bevor sie endgültig im Altersheim landen, hat nach John Mclane, John Rambo und Rocky Balboa auch Indiana Jones noch seine Chance auf ein Comeback bekommen. Wer mit solchen Filmen aufgewachsen ist, kann sie natürlich nicht objektiv sehen. Alleine Harrion Ford wieder in voller Montur durch durch die Gegend schwingen zu sehen lässt einem schon das Herz höher schlagen. Größtenteils folgt der Film genau dem Muster seiner Vorgänger, böse Menschen wollen ein besonderes Artefakt und bringen Indy mehr oder weniger dazu sie hinzuführen und alle Fallen zu beseitigen, bis am Schluss auch wieder wirklich jeder Böse sein Fett weg bekommt. Die Actionszenen sind richtig oldschool, erstaunlich wenig CGI, dafür geht ordentlich richtig was kaputt und Indy hat wie in alten Zeiten immer einen kleinen Scherz auf den Lippen. Alles beim alten also und man ist auch bestens unterhalten, allerdings geht Spielberg zu sehr auf Nummer sicher und verzichtet wirklich komplett auf irgendwelche neuen Elemente. Gerade der ältere Indiana Jones würde sich eignen um ein bisschen näher auf sein Privatleben einzugehen.

Der große Wurf ist Indy 4 zwar nicht geworden, dafür aber ein unterhaltsamer Abenteuerfilm mit Nostalgiebonus der 99% der neuen Hollywoodfilme problemlos in die Schranken weist. Das Ende lässt wohl auf eine letzte Fortsetzung mit dem echten Indiana Jones schließen, bevor er Hut und Peitsche an seinen Sohn abgibt.

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