Speed Racer [USA 2008]

Von Gom • May 10th, 2008 • Kategorie: Reviews, U.S.A.

Am Donnerstag fand in der Lugner City in Wien die Österreich-Premiere der Animeverfilmung Speed Racer statt. Bei einem so zuckerlfarbenen Film konnten wir natürlich nicht Nein sagen und so waren wir für Euch vorort. Schon das Kino-Foyer war mit einem flotten Sportwagen dekoriert. Leicht bekleidete Rennhässchen waren aber leider weit und breit nicht zu sehen.
Vor dem Film gabs eine ziemlich konfus moderierte Verlosung von Filmgoodies wie T-Shirts und Speed Racer Matchboxautos. Dann folgten satte zwei Stunden Rennaction aus dem PC:

Der Film:

Die Meisten werden sich wohl zumindest ein bisschen an die gleichnamige Animeserie erinnern. Wer nicht kann das Ganze über die 700-seitige Sonderauflage des Mangas, die zum 40-jährigen Jubiläum der Serie in Amerika erschienen ist, nachholen.

Speed Racer ist nicht nur der beste Fahrer im Rennstall seines Vaters, sondern auch die große Hoffnung der gesamten Liga. Natürlich bleiben solche Talente von den großen Sponsoren nicht unendeckt und so hat sich der schmierige Wirtschaftsmilladär Royalton in den Kopf gesetzt Speed Racer für seinen Konzern fahren zu lassen.
Da aber alle großen Sponsoren “der Teufel” sind” weist Speed Racer dieses Angebot natürlich zurück, worauf Royalton alles daran setzt in zu runieren.
Um Speed Racer gegen diese Übermacht zu helfen muss sich der ganze Familienklan, unter anderem bestehend aus Vater Pops Racer (John Goodman, so grandios wie schon lange nicht mehr), Mama Racer (Susan Sarandon), Freundin Trixie (Mangaface Christina Ricci) und Äffchen Chim Chim gehörig ins Zeug legen.
Während der verschiedenen Rennen trifft Racer auf viele weitere, teils skurrile Charaktere wie den mysteriösen Racer X, Taejo Togokhan (gespielt vom koreanischen Popstar Rain) und den gefährlichen Snake Oiler, die ihn alle entweder unterstützen oder vernichten wollen.

Tja, was kann man von einer US Animeverfilmung erwarten, deren Hauptdarsteller Emile Hirsch heisst und die unter der Regie der immens überschätzten Wachowski Brüder entstanden ist?
Wenn man nur einen Funken Geschmack ins sich trägt natürlich Nichts. Umso größer war dann aber unsere Überraschung darüber, dass der Film doch recht unterhaltsam geworden ist. Das liegt vor allem an der gut ausgewählten Besetzung (sieht man von den deutschen Synchronsprechern, die auch wirklich jedes negative Klischee erfüllen müssen ab), den sorgfältig ausgewählten Kameraperspektiven (die in einem normalen Film katastrophal wären, hier aber für das richtige Mangafeeling sorgen) und den teilweise unfreiwilligen Comedyeinlagen.
Ein guter Film ist Speed Racer zwar trotzdem nicht, aber immerhin ein Aufstieg für die Regisseure, der mehr Spass bietet, als man eigentlich von so einem Werk erwarten würde.



Die After Party:

Nach dem Film fand in der Lugner Lounge noch eine kleine Party mit Bagels, Bier und Pago statt, wobei zumindest das Bagelbuffet binnen Sekunden termitenartig vernichtet wurde. Immerhin hat das Bier für einen leichten Schwipps gereicht.

Gom doing TrixieDooly X
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