Open City (무방비도시) [Süd Korea 2008]

Von Gom • April 14th, 2008 • Kategorie: Reviews, Süd Korea
  • Regie: Lee Sang-Gi
  • Cast: Kim Myung-Min, Son Ye-Jin, Kim Hae-Sook, Son Byeong-Ho, Shim Ji-Ho

Cho Dae-Young ist die Nummer Eins der lokalen Kripo. Keiner hat so viele Mafiosi, Mörder und andere Strizzis hinter Gitter gebracht. Als er von seinen Vorgesetzten auf eine Bande von brutalen Taschendieben, die mit der Yakuza in Verbindung steht, angesetzt wird, geht ihm diese Aufgabe gehörig gegen den Strich. Eher zufällig rettet er dabei aber die hübsche Jang-Mi aus den Klauen eines koreanischen Gangsterbosses, der sich dafür rächen will, dass sein Zwillingsbruder wegen ihr im Gefängnis sitzt. Jang-Mi ist jedoch nicht nur die Anführerin der Taschendiebe, sondern versucht auch noch Dae-Youngs gerade aus dem Gefängnis entlassene Mutter für eine große Operation zu gewinnen. Als diese sich aber standhaft wehrt und ein bürgerliches Leben führen will, damit ihr Sohn ihr eines Tages verzeihen kann, eine ehemalige Meisterdiebin als Mutter zu haben, versucht Jang-Mi den Polizisten zu verführen…

Ein Film über Taschendiebe klingt ja – wenn man sich ehrlich ist – nicht gerade aufregend. Wenn er aber gleich damit beginnt, dass Polizeiwagen mit Karacho in ein paar Mafiaautos preschen und die liebenswürdigen Cops dann auch noch den Gangstern mit Baseballschlägern die Scheiße aus dem Leib prügeln, weiß man, dass man doch im richtigem Film sitzt. Die Handlung rund um koreanische Gangster, Yakuza, hardboiled Cops und Taschendiebe ist recht einfach gestrickt, wird aber von der vorzüglichen Cast gut getragen. Die Taschendiebe wirken dagegen bei ihren nett inszenierten Beutezügen derart auffällig, dass wohl in Wirklichkeit schon nach spätestens fünf Minuten für sie die Handschellen klicken würden. Die wenigen Actionszenen sind spannend und hart gefilmt, wobei die Polizisten in ihren schwarzen Anzügen dank ihres brutalen Auftretens von den Gangs kaum zu unterscheiden sind. Natürlich darf auch (typisch koreanisch) ein ordentlicher Schuss Melodramatik nicht fehlen. So ist die verlorene Mutter Zuckerkrank und die Protagnonisten sind kreuz und quer unglücklich ineinander verliebt. Am Ende gibts dann noch ein paar Tote und durch einige gelungene Plotttwists zusätzlich ordentlich Salz in die Wunde.
So soll es sein!

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