Wishing Stairs (여고괴담 3: 여우계단) [Süd Korea 2003]
Von Gom • March 24th, 2008 • Kategorie: Reviews, Süd Korea

- Regie: Yun Jae-Yeon
- Cast: Song Ji-Hyo, Park Han-Byeol, Jo An, Park Ji-Yeon
- Alternativtitel: Whispering Corridors 3
Entlang einem hölzernen Pfad, der zu den Schlafräumen eines Mädchenpensionats führt, befindet sich eine Stiege mit 28 Stufen. Einer Legende nach wohnt in dieser Stiege ein Fuchsgeist. Wenn jemand diese Stufen hoch steigt und mit ganzen Herzen wünscht erscheint eine 29te Stufe und der Wunsch geht in Erfüllung, doch die Schülerinnen ahnen nicht, dass der Fuchs jeden Wunsch auf schreckliche Weise erfüllt. So-hee und Jin-Sung gehen zusammen in die Tanzklasse und sind beste Freundinnen, doch während So-hee ein Naturtalent ist, muss Jin-Sung hart arbeiten und bleibt trotzdem immer nur die Zweitbeste. Jin-sung sieht ihren Traum eine große Tänzerin zu werden in Erfüllung gehen, als sie erfährt, dass ihre Schule eine Schülerin zum Seoul-Balletwettbewerb schicken wird. Zufällig hört sie eine Unterhaltung zweier Lehrer mit an, die So-hee als Repräsentantin der Schule nach Seoul schicken wollen. Ohne es zu merken wird sie magisch von den “Wishing Stairs” angezogen… und sie ist nicht die einzige die einen fatalen Wunsch äußert.
Es kommt so, wie es kommen musste. Whispering Corridors (여고괴담, 1998) war kommerziell erfolgreich, Memento Mori (여고괴담 두번째 이야기, 1999) aus koreanischer Sicht (als einer der wenigen koreanischen Mainstream Filme die Homosexualität und Teenagern porträtieren und noch dazu auf eine jugendliches Publikum ausgerichtet sind) kontrovers und daher noch erfolgreicher und so Teil 3, vor allem aus kommerzieller Sicht, zwingend. Die Ansätze sind sehr gut, die Bildsprache wunderschön, traumhaft morbid. Auch die Akteure spielen überzeugend, trotzdem will der Funke nicht so recht überspringen. Zu sehr werden beinahe zwanghaft alle Klischees typischer asiatischer Geisterfilme durchgekaut. Man hätte etwas mehr in Richtung Prequels als Japanischer Neo-Geisterfilme a la Dark Water und Ring schauen sollen. Die soziopsychologischen Ansätze der viel besseren ersten beiden Teile beinahe komplett vernachlässigt, bleibt eine wunderschön fotografierte, eindimensionale Horrorstory, die leider das durchaus vorhanden Potential fast zu keiner Zeit nutzt. Wishing Stairs ist definitiv der schlechteste Teil der bis jetzt vierteiligen Whispering Corridors Reihe. Gefolgt von Voice (여고괴담 4: 목소리).








